Auch wenn die Vorsaison rund um die Teilnahme Israels in diesem Jahr alles andere als harmonisch war und wir in diesem Jahr so wenige Teilnehmerländer wie noch nie seit der Einführung der Semifinals 2004 haben: am Ende sind wir dann doch wieder (hoffentlich) im ESC-Fieber und freuen uns auf eine vergnügliche Woche. Dass ich immer noch euphorisch bin, liegt eventuell auch daran, dass ich diesmal erstmals seit dem ESC 2015 (ebenfalls in Wien) auch wieder vor Ort in der Halle sein werde.
15 Länder treten in den beiden Semifinals am Dienstag und Donnerstag an, zehn von ihnen werde ich jeweils auch im Finale am Samstag live erleben dürfen. Und für die erste Vorrunde am 12. Mai sehe ich nach Durchsicht der Probenclips die folgenden 10 Länder weiter:
Ich sehe eigentlich nur Estland und San Marino und damit neben Aliona Moon als Backing bei Moldau genau die beiden Rückkehrer-Acts klar draußen. Auch Georgien und Belgien sind für mich relativ safe nicht weiter ob der starken Konkurrenz, haben aber, wenn man sich die Rehearsal-Clips ansieht, durchaus stimmige Stagings erarbeitet. Polen wiederum würde ich persönlich eher nicht ins Finale wählen, aber die stimmgewaltige Alicja dürfte wohl genug Juroren beeindrucken, um trotz des sperrigen Songs und des wohl dürftigen Televoting-Ergebnisses knapp weiter zu kommen. Auch Litauen wird sich wohl aufgrund der Jurys ins Finale retten können, hier habe ich aber noch nicht das technisch aufwändige Staging gesehen, das wohl zum Einsatz kommen soll. Moldawien, Schweden, Kroatien, Israel, Serbien und die beiden großen Favoriten Finnland und Griechenland dürften wohl ziemlich sicher weiter sein. Ob es Portugal oder Montenegro schaffen, hängt von der jeweiligen Tagesform ab.
Die Buchmacher ranken die Acts nach folgender Reihenfolge in Bezug auf die Qualifikations-Chancen:
1. Finnland
2. Griechenland
3. Schweden
4. Israel
5. Kroatien
6. Moldawien
7. Serbien
8. Litauen
9. Polen
10. Montenegro
Wenn man Portugal rausnimmt und Montenegro hinzufügt, dann bin ich mit den Wettanbietern d'accord. Genau diese beiden Länder sehe ich auch als diejenigen, die Platz 10 und 11 unter sich ausmachen werden. Aufgrund der Wiedereinführung der Jurys und Portugals Qualifikationsquote von 100 % seit 2021 sehe ich aber die Bandidos do Cante leicht im Vorteil. Wenn man meine persönliche Top35 als Referenz nimmt, kommen diese Acts ins Finale:
1. Finnland
2. Schweden
3. Kroatien
4. Israel
5. Griechenland
6. Georgien
7. Moldawien
8. Portugal
9. Montenegro
10. Serbien
Hier sind die Abweichungen schon größer. In meinem Ranking sind jedoch die Teilnehmer des ersten Semifinals entweder ganz vorne oder recht weit hinten im Ranking zu finden und nur wenige im Mittelfeld. So kann es hier auch Georgien unter die ersten zehn im Ranking schaffen, obwohl es weder die Odds noch ich persönlich im Finale sehe. Ganz ausschließen kann man es aber eigentlich auch nicht, wenn ich ehrlich bin, denn immerhin haben die drei Georgier schon mal einen (Junior) ESC gewonnen.
Morgen Abend sind wir schlauer und werden sehen, wer es ins Finale geschafft hat.
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