Sonntag, 7. April 2013

Platz 24 - Österreichs Erfolgsrezept von 2011 wird fortgeführt

Wusstest du das? Eigentlich weiß das ja jeder ESC-Fan, aber hier sei darauf hingewiesen, dass Nicole bei ihrem Sieg nur einen einzigen Punkt aus Österreich bekommen hat. Nadine Beiler erhielt aus Deutschland 2011 die vollen Zwölf.

Österreichs Hoffnung für Malmö: Die 18-jährige Natália Kelly

Er eckt nicht an, der österreichische Beitrag "Shine" von Natália Kelly, und genau deshalb ist die Startnummer 1 im ersten Semifinale ist nicht gerade ein Grund für Freudensprünge. Dennoch glaube ich an den Finaleinzug, das Lied erinnert entfernt an RnB-Balladen aus den USA, passend zur amerikanischstämmigen Natália. Den Kindchenbonus könnte sie wohl auch bekommen, man sehen, wohin die Reise geht. Außerdem singt sie wirklich gut, darum vergebe ich 4 Sterne an Österreich.

★★★★★

Internet-Kritiken:


"Erleichterung - Weder Conchita Wurst, noch Money $ Boy oder die Trackshittaz vertreten Österreich in Malmö!" Das war unser erster Gedanke und es konnte nur etwas besseres kommen - und es war so! Natália Kelly wird aus unserer Sicht ähnlichen Erfolg haben wie Nadine Beiler 2011, zumindest was das Semifinale angeht. Der Sieg ist für Österreich glaube ich erstmal weit weg. Aber eine Finalquali würde auch schon reichen, so zumindest der ORF-Senderchef. Songmäßig liegt Kelly nämlich auf Beilers Ebene und setzt somit auf die sichere, aber nicht auffallende Methode, anders wie die Trackshittaz im letzten Jahr. In diesem Jahr werden wir sehen, wer mehr Erfolg hat.


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Samstag, 6. April 2013

Platz 25 - Morpheus´ Traum wird wohl nicht wahr

Wusstest du das? Als Spanien 2008 den Spaßvogel Rodolfo Chikilicuatre entsendete, erreichten sie mit dem 16. den besten Platz seit 2004 und bis 2012, die einzigen Top10-Notierungen seit der Einführung von Halbfinals.

Die drei werden an Pastora Solers Erfolg kaum anknüpfen können.

Schön hört er sich ja schon an, der spanische Beitrag "Contigo hasta el final" von El Sueño de Morfeo, aber leider nur in der Studioversion. Da die aber in Malmö nebensächlich sein wird, kann man nur auf einen Überraschungsauftritt von Frontsängerin Raquel hoffen. Da das Lied aber auch mal andere Seiten Spaniens als nur Temperament und Flamenco aufzeigt, vergebe ich 4 Punkte.

★★★★★

Internet-Kritiken:


Solche Klänge hatten wir eher von Irland erwartet, aber auch Spanien kann ruhig mit einem solchen Ohrwunder im Finale auffahren. Wir befürchteten das Schlimmste mit der Wahl von ESDM, denn wir dachten, sie würden den ESC nutzen, um ihre ins Stocken geratene Karriere wieder ins Laufen zu bringen. Dem ist aber nicht so und wir haben jetzt eine Herzschmerzballade erster Klasse! Toll! Zwar kann ESDM nicht meiner lieben Pastora Soler das Wasser reichen, aber Top Ten ist sicherlich auch möglich.


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Platz 26 - Serbiens Spicy Girlgroup

Wusstest du das? Wenn man den Schweizer Sieg von 1956 außer Acht lässt (und "Refrain" war der zweite Song aus der Schweiz an dem Abend), dann ist Serbien bis heute das einzige Land, das beim Debüt siegen konnte: 2007 in Helsinki.

Wer kann diesen Frauen schon widerstehen? Leute mit Sinn für qualitative Musik...

Der Fall nach Zeljko Joksimovic ist immer tief, aber diesmal ist es leider der freie Fall. Dass ein Vorentscheid manchmal schlechter als eine interne Entscheidung ist, bewies der Beosong 2013: Moje 3 waren mit ihrem Song "Ljubav je svuda" aber die einzigen, die eine reelle Chancen auf den Finaleinzug hatten, und ich sehe den nur seeeeeeeehr knapp vor, ähnlich wie Tooji letztes Jahr in Baku. Der Song ist eher nix, aber Serbien hat viele Freunde in Europa und vor allem Diasporastimmen. Der Song selbst ist mir 3 Punkte wert.

★★★★★

Internet-Kritiken:


So so, Serbien schickt in diesem Jahr die Balkan-Version von "Monrose". Wir finden es ganz nett, aber kriegen die drei Girlies keinen Gesangsunterricht? Die Stimmen sind ja grottig! Aber gut, dass sie in Serbisch singen. Das Lied ist auch ganz gut, man fiebert mit und man geht mit. Und da es sich um Serbien handelt und andere Ex-Jugoslawienstaaten im ersten Semi sind, sieht es für Serbien sicherlich ganz rosig aus. Sicher im Finale.


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Platz 27 - Kein Antrag für Krista

Wusstest du das? Bis zu Lordis Sieg anno 2006 waren die Finnen nie über Platz 6, den Marion Rung 1973 erringen konnte, herausgekommen. Bei der Intervision, dem Ostblock-Pendant zum ESC, war sie sogar eine der drei Siegerinnen neben Alla Pugatschowa, der Vertreterin Russlands von 1997.

Ob ihr ansprechendes Äußeres ins Finale verhilft? Wenn, dann knapp.

Nach der Pleite von Baku entsenden die Finnen nochmal eine Finnlandschwedin, die mit "Marry Me" den Trubel zum die Hochzeit auf die Schippe nimmt. Krista Siegfrids kommt aus der Pampa und schlug sich wacker beim UMK, dem finnischen ultracoolen Vorentscheid. Ihr Song ist gewollt billig, aber genau das könnte sie ganz nach oben ODER ganz nach unten bringen. Ich kann mich nicht so recht entscheiden wohin genau, bevor ich nicht den Auftritt in Malmö bei den Proben gesehen habe. Aber für die Insel in der Balladenflut gibts 3 Punkte.

★★★★★

Internet-Kritiken:

Von Estland gehen wir nach Finnland, wo uns Krista Siegfrids uns einen Heiratsantrag macht: Ein wirklich spritziger Song, von dem verlangt wird, am TV kleben zu bleiben. Natürlich ist der Song arg verrückt, aber positiv verrückt. Und der Song ist originell. Zudem ist er eingängig und könnte den LORDI-Effekt (ebenfalls Finnland) hervorrufen (d.h. einfach aus Fun für diesen verrücken Kandidaten anrufen). Krista ist also eine würdige Nachfolgerin auf Pernilla Karlsson, deren Song im letzten ein langweiliges No-Go war. Sollten jedoch die beiden schärfsten Rivalen (Griechenland & Rumänien), die ebenso verrückte Songs schicken, ins Finale mit Finnland kommen, könnte es für unsere Krista eng werden! Denn zu viele verrückte Songs sind zu viel für ein Finalabend und können für Krista und ihre Platzierung Negativauswirkungen haben. Denn es gibt eine goldene Regel: Ein crazy Act pro Finale ist OK!


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Mittwoch, 3. April 2013

Platz 28 - Estland und seine Schneewittchen

Wusstest du das? Estland war bis 2009 immer im Halbfinale nicht zu knapp rausgeflogen und setzte in eben jenem Jahr einen neuen Vorentscheid an: Eestilaul. Seitdem kam man 3 Mal ins Finale und 2x auf Platz 6.


Ithaka Maria 2.0 aus Estland: Schöne Frau, aber schwacher Song

Die Siegerin des 5. Eestilaul, Birgit Õigemeel, wird wohl kaum die Top10 erreichen, dafür ist ihr Lied "Et uus saaks alguse" einfach zu "brav". Nach Sandra Nurmsalu von Rändajad 2009 und Getter Jaani 2011 kommt nun eine weitere schwarzhaarige Schönheit aus dem nördlichen Baltikum zum ESC. Für die schöne Sprache (Landessprachen werden bei mir meist bevorzugt) und die angenehme Melodie des Titels habe ich für Schneewittchen Birgit 3 volle Punkte.

★★★★★

Internet-Kritiken:

Weniger beeindruckend wie "Kuula" im letzten Jahr, wird aber im Halbfinale nicht hängen bleiben. Diese Pop-Ballade könnte vor allem den europäischen Jurys gefallen. Im Finale sehen wir Blogger, wenn es soweit kommt, schwarz und ahnen so was ähnliches wie 2011 bei Getter Jaani (ebenfalls Estland) voraus. Also eher letzteres Drittel. Aber vielleicht kann Birgit ja nochmal schaun, dass die Bühnenshow etwas mehr aufgepeppt wird. So sieht sie nämlich eher aus wie das unschuldige Schneewittchen (und sowas kommt nicht an!). Aber immerhin hat sie Stimme und einen guten, soliden Song.


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Dienstag, 2. April 2013

Platz 29 - Despina vom Olymp

Wusstest du das? Die Punktezuschieberei wird oft kritisiert, bei Zypern und Griechenland aber zu Recht. Jedes Mal, wenn beide teilnahmen oder für den anderen abstimmen konnten, gabs die vollen Douze points.

Despina Olympiou in ihrem Videoclip zu An me thimáse.

Eine wahre Göttin namens Despina Olympiou sendet die Insel der Zypressen gen Norden, intern gewählt von CyBC singt sie nun "An me thimáse" im ersten Semifinale, das sie als drittletzte Interpretin bereichern wird. Wenn Zypern nicht gerade Ivi Adamou oder Constantinos entsendet, kommen die Beiträge selten ins Finale, so sehe ich das leider auch in diesem Jahr auf Zypern zutreffen. Das Lied ist wirklich zum Dahin-schmelzen schön, aber wird wohl das Finale nicht erreichen, denn umringt von jungen Männern mit teilweise ähnlich schnellen Songs wirds sehr schwer. Für das grandiose Lied gibt es aber ganze 4 Punkte.

★★★★★

Internet-Kritiken:

Wir neigen uns dem Ende zu, einem guten Ende. Denn statt Billigpop aus Zypern (siehe 2012) erwarten wir aus Nikosia mal eine handfeste, auf Griechisch eingesungene Ballade. Auch wenn dieser Jahrgang nahezu an Balladen überfüllt ist: Wir sehen für Despina nicht schwarz und hoffe auf einen Finaleinzug.


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Platz 30 - Moran muss wohl nur einmal ran

Wusstest du das? Israel liegt zwar in Vorderasien, kann aber aufgrund der Reichweite der EBU trotzdem am ESC teilnehmen, genauso wie Jordanien, der Libanon und die Magrebstaaten, die aber allesamt wegen Israel nicht teilnehmen.

Israel hat es mal wieder trotz passablem Lied schwer.

Ein Melodifestivalen des Südens veranstaltete IBA dieses Jahr anlässlich der 40-jährigen Teilnahme am Song Contest, die Vorrunden des Kdam 2013 überstand auch Moran Mazor, die dann schlussendlich auch das Finale gewann. Der Song "Rak bishvilo" gefiel mir anfangs recht gut, inzwischen ist es aber eines der wenigen Lieder, das is so gar nicht mehr ausstechen kann. Die sich steigernde Ballade wird aber trotz der Stimmgewalt dieser Walküre das Finale nur mithilfe der Jurys erreichen können, da Israel keine Votinglobby vorweisen kann. Wenn sie das Finale erreicht, dann nur sehr knapp. Für diese ESC-typische Wuchtballade vergebe ich 3 Punkte.

★★★★★

Internet-Kritiken:


Endlich wieder seit langem eine ESC-taugliche Ballade! Oh Danke Moran, dass du uns erlöst hast! Auch wenn wir Blogger eher eine Tendenz zu spritzigen und frohen Pop-Stampfern haben, müssen wir diese Ballade einfach mögen. Jeder wird sie mögen. Allein schon wegen ihrer Stimme (ich sag nur Rona-Nishliu-Effekt) und wegen ihres schwermütigen, klangvollen und mit großem Finale endendem Lied "Rak Bishvilo" wird Moran die Herzen der Jury auf jeden Fall in Beschlag nehmen (weniger die Televoter). Das Finale, dessen sind wir Blogger uns sicher, wird sie erreichen. Wird aber auch Zeit für Israel. Denn weder Dana International noch Izabo konnten die letzten beiden Jahre das Finale erreichen. Viel Glück Moran!


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